Mozart

Leopold Mozart

1719 in Augsburg geboren, 1787 in Salzburg gestorben: Komponist, Violinpädagoge, unermüdlicher Briefschreiber — und der Mann, der das Talent seines Sohnes vor Europa ausbreitete.

Ein Augsburger Bürgersohn

Johann Georg Leopold Mozart wurde am 14. November 1719 in der Frauentorstraße in Augsburg als Sohn eines Buchbinders geboren. Er besuchte das Gymnasium bei St. Salvator und ging 1737 nach Salzburg, wo er zunächst Philosophie und Jurisprudenz studierte, bevor er sich ganz der Musik zuwandte.

Musiker am Salzburger Hof

Seit 1743 Mitglied der fürsterzbischöflichen Hofkapelle, stieg Leopold Mozart 1763 zum Vizekapellmeister auf. Sein kompositorisches Werk umfasst Sinfonien, Kirchenmusik, Serenaden und Gelegenheitswerke, darunter die vielgespielte „Kindersinfonie“ und die „Bauernhochzeit“.

Die Violinschule

1756 — im Geburtsjahr seines Sohnes — erschien in Augsburg der „Versuch einer gründlichen Violinschule“. Das Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt und gilt bis heute als eine der wichtigsten Quellen zur Aufführungspraxis des 18. Jahrhunderts. Es ist ein Schlüsseltext für jede historisch informierte Interpretation.

Vater, Lehrer, Reisebegleiter

Leopold Mozart erkannte früh die außerordentliche Begabung seiner Kinder Maria Anna („Nannerl“) und Wolfgang. Mit ihnen bereiste er über Jahre die Höfe und Städte Europas. Seine Briefe sind eine der reichsten Quellen zur Musik-, Sozial- und Alltagsgeschichte seiner Zeit.

Erinnerung in Augsburg

Sein Geburtshaus in der Frauentorstraße 30 ist heute Museum und Konzertort. Die Deutsche Mozart-Gesellschaft wurde 1951 in Augsburg gegründet, um das Erbe der Familie Mozart hier lebendig zu halten.